Emma Seeger/Universit?t Bamberg

Die Gutachter Günther Rau (vorne l.) und Burkhard Kühnemann (hinten l.) übergeben die Gültigkeitserkl?rung an Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser (Mitte) und Antonia Schott-Bartning (vorne r.) und Theresa Riedl (hinten r.).

Nachhaltigkeit: Universit?t Bamberg erste Hochschule Deutschlands mit We Impact-Zertifizierung

Nachhaltigkeit: Universit?t Bamberg erste Hochschule Deutschlands mit We Impact-Zertifizierung

Nachhaltigkeit bedeutet mehr als Umwelt- und Klimaschutz. Sie umfasst auch soziale Aspekte wie Gesundheit, Chancengerechtigkeit oder Familienfreundlichkeit. Die Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg hat diesen ganzheitlichen Anspruch nun erstmals im Rahmen von We Impact prüfen lassen. Sie ist damit die erste Hochschule in Deutschland mit einer entsprechenden Zertifizierung. Nach der wiederholten erfolgreichen Revalidierung ihres Umweltmanagementsystems nach EMAS Anfang 2026 folgt damit der n?chste Schritt: We Impact baut auf EMAS auf und erweitert das Umweltmanagement systematisch um soziale und Governance-Aspekte.

?Mit We Impact machen wir sichtbar, dass wir Nachhaltigkeit ganzheitlich verstehen: ?kologisch, sozial, wirtschaftlich und kulturell“, sagt Kanzlerin Dr. Dagmar Steuer-Flieser. ?EMAS hat uns geholfen, Umweltziele und Ma?nahmen transparent zu steuern. We Impact führt diesen Ansatz weiter und nimmt noch st?rker in den Blick, wie wir Verantwortung für die Menschen an unserer Universit?t übernehmen – für Studierende, Besch?ftigte und kommende Generationen.“

Von EMAS zu We Impact

Der Weg zur We Impact-Zertifizierung umfasst mehrere Schritte: Zun?chst analysiert die Organisation ihre Strukturen und identifiziert zentrale Nachhaltigkeitsthemen. Die Durchführung einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse inklusive Risikoanalyse ist ein wesentliches Element der We Impact-Einführung. Darauf aufbauend entwickelt sie Ziele und Ma?nahmen weiter. Abschlie?end wird das System in einem unabh?ngigen Audit geprüft. Von 11. bis 13. Mai 2026 waren externe Gutachterinnen und Gutachter vor Ort an der Universit?t Bamberg: Sie führten Gespr?che mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bereiche, prüften Dokumentationen und Prozesse und verschafften sich ein Bild davon, wie das Nachhaltigkeitsmanagement in der Praxis umgesetzt und weiterentwickelt wird. Dafür machte Antonia Schott-Bartning, die für das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement zust?ndig ist, gemeinsam mit den Gutachtern unter anderem eine Radtour zu den Standorten der Universit?t.

?Das bereits implementierte, umfassende Nachhaltigkeitsmanagementsystem baut auf EMAS auf“, erl?utert der Gutachter Günther Rau. ?Mit We Impact prüfen wir die Verankerung aller ESG Themen in einem ganzheitlichen, koh?renten System. Ich freue mich über die Vorreiterrolle der Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg.“

?Die erfolgreiche Zertifizierung ist für uns ein enorm wichtiger Meilenstein“, sagt Dagmar Steuer-Flieser. ?Sie best?tigt, dass wir Nachhaltigkeit an der Universit?t Bamberg strategisch verankert haben und konsequent weiterentwickeln – und sie best?rkt uns darin, diesen Weg mit ?berzeugung weiterzugehen.“

Soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Soziale Nachhaltigkeit ist an der Universit?t Bamberg im Leitbild Nachhaltigkeit fest verankert: Es betont neben dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ausdrücklich Menschenwürde, Menschenrechte und Gerechtigkeit. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt sich in zahlreichen Bereichen: Das universit?re Gesundheitsmanagement beispielsweise unterstützt Mitarbeitende mit Angeboten zu gesundem Arbeiten, Bewegung, Ern?hrung, Beratung und psychosozialer Gesundheit. Aktuell ist auch ein auf drei Jahre angelegtes Projekt gestartet: ?Mind Matters“ hat zum Ziel, die mentale Resilienz von Studierenden zu st?rken und langfristig tragf?hige Strukturen für ein ganzheitliches Hochschulgesundheitsmanagement zu schaffen. Einen sichtbaren Auftakt bildete die Aktionswoche von 4. bis 7. Mai 2026: Mit Workshops, Mitmachangeboten und Austauschformaten schuf sie R?ume für Begegnung, Information und Inspiration rund um mentale Gesundheit – unter dem Motto ?Zusammen sind wir weniger allein“.

Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Antidiskriminierung

Auch Familienfreundlichkeit und Chancengerechtigkeit haben einen hohen Stellenwert. Seit vielen Jahren ist die Universit?t Bamberg als familiengerechte Hochschule ausgezeichnet. Angebote des Familienbüros, flexible Strukturen und Unterstützungsma?nahmen sollen Studierenden und Besch?ftigten helfen, Studium, Beruf und Familienaufgaben besser miteinander zu vereinbaren.

Ein weiterer zentraler Baustein ist die Diversity-Arbeit der Universit?t. Mit der Vizepr?sidentschaft ?Diversit?t und Internationales“ ist das Thema Diversity auf Leitungsebene verankert. Die Universit?t setzt sich für Chancengleichheit, Antidiskriminierung, gelebte Internationalit?t und ein Hochschulumfeld ein, in dem sich alle Universit?tsangeh?rigen willkommen fühlen. Dazu tragen unter anderem die Antidiskriminierungsstelle, Gleichstellungsstrukturen, Beratungsangebote, die 球探足球比分stelle Studium und Behinderung sowie weitere Anlaufstellen bei.

N?chste Schritte auf dem Weg zur nachhaltigen Universit?t

Die Universit?t Bamberg entwickelt ihre Nachhaltigkeitsstrategie auch über die Zertifizierung hinaus weiter: So ist zum Wintersemester 2026/2027 die Einführung des Erweiterungsstudiengangs ?Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geplant, der Lehramtsstudierende und bereits t?tige Lehrkr?fte qualifizieren soll. Zudem entsteht im ehemaligen Café Kranen im Universit?tsgeb?ude Am Kranen 10 ein ?Innovationsforum Nachhaltigkeit“. Im Zusammenspiel mit dem Projekt ?Bamberger Kulturen der Lehre gemeinsam gestalten“ (BaKuLe) soll dort ein offener Ort für innovative Lehrformate, Projektarbeit, Veranstaltungen sowie den Austausch mit der Stadtgesellschaft geschaffen werden. Diese Vernetzung nach au?en wird im Rahmen der ?Local Green Deals“ weiter gest?rkt: Gemeinsam mit der Stadt Bamberg und der Volkshochschule engagiert sich die Universit?t für die F?rderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Region und tr?gt dazu bei, Nachhaltigkeit über die Universit?t hinaus sichtbar und wirksam zu machen.

?Nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn ?kologische und soziale Verantwortung zusammengedacht werden“, betont Steuer-Flieser. ?Eine Universit?t ist dann zukunftsf?hig, wenn sie Ressourcen schützt, faire Teilhabe erm?glicht, Gesundheit f?rdert und Vielfalt als St?rke begreift.“

Bild "2026-05-13_WeImpact _2_.jpg"(2.1 MB): Die Gutachter Günther Rau (vorne l.) und Burkhard Kühnemann (hinten l.) übergeben die Gültigkeitserkl?rung an Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser (Mitte) und Antonia Schott-Bartning (vorne r.) und Theresa Riedl (hinten r.).
Quelle: Emma Seeger/Universit?t Bamberg

 

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